23.03.2020

Corona-Krise: KfW bietet "Sonderprogramm 2020"

Die Bundesregierung hat ein Maßnahmenpaket beschlossen, mit dem Unternehmen bei der Bewältigung der Corona-Krise (Corona-Virus, SARS-CoV-2, Covid-19) unterstützt werden sollen. Zur Abschwächung der Auswirkungen auf die Wirtschaft setzt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) verschiedene Maßnahmen als Schutzschild für Betriebe und Unternehmen in Kraft, um einen Liquiditätsbedarf der Unternehmen kurzfristig zu überbrücken.

So wird das "KfW Sonderprogramm 2020" seit dem 23. März 2020 angeboten und über bestehende KfW-Programme umgesetzt, die entsprechend angepasst wurden. Die Programme stehen Unternehmen zur Verfügung, die bedingt durch die Corona-Krise vorübergehend Finanzierungsschwierigkeiten haben und zum Ende des Jahres 2019 kein Unternehmen in Schwierigkeiten waren.

Folgende KfW-Corona-Hilfen werden über den "KfW-Unternehmerkredit" sowie den "ERP-Gründerkredit – Universell" angeboten: Der Kreditbetrag wird auf maximal 1 Milliarde Euro pro Unternehmensgruppe angehoben, es können Investitionen und Betriebsmittel finanziert werden. Betriebsmittelfinanzierungen werden mit einer Laufzeit bis zu 5 Jahren mit einem tilgungsfreien Anlaufjahr und als endfällige Variante mit 2 Jahren Laufzeit angeboten, Investitionsfinanzierungen generell mit maximal 5 Jahren Laufzeit und einem tilgungsfreien Anlaufjahr. Längere Laufzeiten werden in beiden Programmen nicht mehr angeboten. Die Risikoübernahme (Haftungsfreistellung) wurde ebenfalls verbessert und beträgt nun für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) 90 Prozent, für Großunternehmen 80 Prozent. Vor der Corona-Krise lagen die Haftungsfreistellungen bei maximal 50 Prozent, bzw. gar keine für Betriebsmittel.

Für Kredite bis 3 Millionen Euro pro Unternehmen verzichtet die KfW auf eine eigene Risikoprüfung, diese erfolgt nur durch die Hausbank, für Kredite bis 10 Millionen Euro erfolgt eine vereinfachte Prüfung.

Im "KfW-Kredit für Wachstum" wird die Haftungsfreistellung auf 70 Prozent erhöht, die Umsatzgrenze für antragsberechtigte Unternehmen wird von 2 auf 5 Milliarden Euro erhöht und die geförderten Maßnahmen werden im Wege der Konsortialfinanzierung auf allgemeine Unternehmensfinanzierung inklusive Betriebsmittel erweitert.

Eine Antragstellung zu diesen Bedingungen ist ab heute möglich. Weitere Informationen zu diesen Programmen finden Sie auf der Webseite der KfW.